Fassadenbegrünung
Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Deine Fassade in ein grünes Paradies zu verwandeln? Fassadenbegrünung macht ein Gebäude nicht nur schöner, sondern bringt auch viele ökologische und wirtschaftliche Vorteile mit sich!
Manche Pflanzen können durch ihre Haftorgane die Fassade hochklettern. Andere Kletterpflanzen wachsen an Gerüsten oder Seilen empor. Die Stadt München unterstützt auch Fassadenbegrünungen im Rahmen des Förderprograms „Grün in der Stadt“. Wenn Du deine Fassade begrünst, schützt Du sie vor Umwelteinflüssen und leistest einen wichtigen Beitrag zu einem besseren Stadt- und Mikroklima und verschönerst dabei das Straßenbild.
Fassadenbegrünung…
Mehr zu den Vorteilen von Begrünung
Es gibt verschiedene Arten von Fassadenbegrünungen, die sich in ihrer Umsetzung, Wirkung und Pflegeaufwand unterscheiden. Die wichtigste Unterscheidung ist, ob die Fassade mit bodengebundenen Kletterpflanzen oder in wandgebundenen Fassadenbegrünungssystemen mit normalen Pflanzen begrünt wird.
Selbstklimmende Kletterpflanzen können auch ohne Kletterhilfen eine Wand begrünen. Ihre Haftorgane halten die Triebe selbstständig an der Wand. Zu beliebten selbstklimmenden Kletterpflanzen gehören der Efeu, Wilder Wein oder die Kletterhortensie. Du kannst Deine Fassade komplett mit den Kletterpflanzen bedecken um Deine Hauswand vor Sonneneinstrahlung, Aufheizen und Witterungseinflüssen schützen. Die Pflanzen benötigen regelmäßige Pflege, um eine Verbreitung auf das Nachbargebäude, das Wachsen in Fassadenöffnungen, in Rollladenkästen, hinter Dachrinnen und unter Dachziegeln zu verhindern. Besonders beliebt ist immergrüner Efeu, da dessen Blätter im Winter nicht abfallen und die Mauer ganzjährlich dämmen.
Bei Kletterpflanzen, die Kletterhilfen benötigen, wird zwischen Rankern, Schlingern und Spreizklimmern unterschieden. Diese wachsen an Kletterhilfen, wie z.B. Rankgittern, Stäben, Rohren oder Stahlseilen die Fassade empor. Die Ansprüche der verschiedenen Kletterpflanzen an Sonne, Wasser und vor allem an Kletterhilfen unterscheiden sich stark. Stimme daher die Kletterhilfe mit der Kletterstrategie der Pflanze ab.
Eine Fassadenbegrünung mit Kletterhilfen kann auch aus einem freistehenden Stahlrahmen bestehen, der vor einer Fassade aufgestellt wird. An einer freistehenden Kletterhilfe können Kletterpflanzen angebracht werden, die dann die Hausfassade verschatten. Eine solche Konstruktion kannst Du auch als Sichtschutz, Raumteiler oder Gartenlaube nutzen.
Wandgebundene Fassadenbegrünungen eignen sich, wenn es keine Möglichkeit für einen Bodenanschluss der Kletterpflanzen gibt. Die Pflanzen wachsen in Pflanzmatten, Töpfen, Kassetten, Hydrokultur. Da sie keinen Zugang zum Boden- oder Grundwasser haben, sind die Pflanzen auf eine dauerhafte Bewässerung und Pflege angewiesen. Diese stetige und oft computergesteuerte Bewässerung sorgt für eine stetige Verdunstung und kann so besonders in heißen innenstädtischen Bereichen eine enorme Verbesserung des Mikroklimas darstellen.
Wandgebundene Pflanzsysteme sind mit hohen Kosten verbunden und werden zurzeit nicht gefördert, wir empfehlen Dir daher eine bodengebundene Fassadenbegrünung. Nichtsdestotrotz zeigen wir Dir zwei interessante Beispiele für wandgebundene Fassadenbegrünungen:
Bei der Wandbegrünung mit Pflanzmatten werden spezielle Matten mit vorgezogenen Pflanzen an Deine Wand oder Fassade angebracht und befestigt. Die Matten sind in der Regel aus Naturfasern und bieten eine schnelle und einfache Möglichkeit, eine Fassade zu begrünen.
Bei vertikalen Gärten werden die Pflanzen in spezielle Systeme integriert, die an Deiner Wand oder Fassade befestigt sind. Dabei können Pflanzen in Töpfen, Hydrokulturen, vorkultivierten Kasetten oder auch direkt in Deine Wand eingesetzt werden. Ein vertikaler Garten kann auch als Raumteiler oder Sichtschutz genutzt werden und benötigt regelmäßige Pflege.
Bei der Umsetzung Deiner Begrünung ist wichtig zu beachten, dass jede Art der Fassadenbegrünung sorgfältig geplant und installiert werden muss, um sicherzustellen, dass Deine Fassade und das Dahinterliegende gut geschützt sind. Für eine bodengebundene Fassadenbegrünung muss der Wandaufbau überprüft, die möglichen Kletterhilfen bestimmt werden und eine ordnungsgemäße Anbringung, Überprüfung und Pflege dieser erfolgen. Die richtige Planung und Installation Deiner Fassadenbegrünung ist ausschlaggebend, damit Dein Gebäude und die Umwelt geschützt wird.
Jede Art von Fassadenbegrünung hat ihre eigenen Vor- und Nachteile und es ist wichtig, die Anforderungen des jeweiligen Standorts und des Gebäudes zu berücksichtigen, bevor Du Dich für eine bestimmte Methode entscheidest. Folgend findest Du weitere Informationen, was Du beachten solltest, wenn Du Deine Begrünung startest.
Zur Schritt-für-Schritt Anleitung
Gerne stellen wir Dir auch weitere Informationen zur Fassadenbegrünung, mit Bezug auf Dein persönliches Begrünungsprojekt, zur Verfügung. Stelle einfach eine Anfrage an das Begrünungsbüro!
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